Zeitstrahl von 0 bis 10 Sekunden, blauer Punkt bei 2,5 Sekunden als Grenze von Google, grauer Punkt bei 4,7 Sekunden für die Hälfte aller Websites

Warum die Ladezeit Ihrer Website zählt

Zurück zu allen Blogs31. Oktober 2026

Was zählt, ist der Moment, in dem Sie etwas sehen

Genau diesen Moment misst Google bei jeder Website. Wir messen ihn auch.

Wie lange andere warten lassen

Jedes Jahr werden Millionen von Websites durchgemessen, zuletzt im Juli 2025. Stellt man alle gemessenen Websites der Reihe nach auf, von der schnellsten zur langsamsten, steht in der Mitte eine Website, bei der man auf dem Handy 4,7 Sekunden wartet, bis man etwas sieht. Die eine Hälfte ist schneller, die andere langsamer. Am Computer liegt diese mittlere Website bei 2,2 Sekunden. Beim langsamsten Viertel wartet man auf dem Handy über 8,5 Sekunden.

Sekunden, bis man etwas sieht. Die schnellsten 10 Prozent auf dem Handy 2,1, die mittlere Website am Computer 2,2, die mittlere Website auf dem Handy 4,7, die langsamsten 25 Prozent auf dem Handy ab 8,5. Grenze von Google bei 2,5. Sekunden, bis man auf der Seite etwas sieht 2,5 s, bis hier gilt eine Seite bei Google als schnell Handy, die schnellsten 10 % 2,1 s Computer, mittlere Website 2,2 s Handy, mittlere Website (Hälfte schneller, Hälfte langsamer) 4,7 s Handy, die langsamsten 25 % brauchen länger als 8,5 s 0 5 s 10 s
Googles Test mit einem mittleren Handy, Juli 2025. Quelle: HTTP Archive, Web Almanac 2025.

Gemessen wurde mit Googles eigenem Test, den jeder kostenlos fahren kann. Er tut so, als wäre man mit einem mittleren Handy im Zug unterwegs. Im WLAN zu Hause geht alles schneller, der Test rechnet absichtlich mit dem Alltag.

Wo Google die Grenze zieht

Google nennt eine Website schnell, wenn man bei 3 von 4 Besuchen nach spätestens 2,5 Sekunden etwas sieht. Ab 4 Sekunden gilt sie als langsam. Bei echten Besuchern schafften das im Juli 2025 auf dem Handy 62 von 100 Websites, am Computer 74 von 100.

Google schreibt auch selbst, dass diese Zeit in die Reihenfolge der Suchergebnisse einfliesst. Im selben Abschnitt steht, eine schnelle Website allein bringe niemanden nach oben. Der Inhalt zählt zuerst. Die Ladezeit entscheidet dort, wo mehrere Websites gleich gut zur Frage passen, und das ist laut Google oft so.

Was Besucher tun, wenn es dauert

  • 53 % der Handy-Besucher gehen wieder, wenn eine Seite länger als 3 Sekunden braucht
  • +32 % mehr Abbrüche, wenn eine Seite 3 statt 1 Sekunde braucht
  • 2,5 s langsamer waren die Seiten, die Besucher gleich wieder verliessen
  • 8,4 % mehr Käufe in Shops, die 0,1 Sekunden schneller wurden

Die ersten 3 Zahlen hat Google 2016 und 2017 erhoben. Die vierte stammt aus einer Studie der Beratungsfirma Deloitte für Google, gemessen Ende 2019 bei 37 Marken in Europa und den USA mit 30 Millionen Besuchen. Beides ist ein paar Jahre alt, und beides stammt von grossen Shops und Portalen. Auf die Website eines KMU mit ein paar Dutzend Besuchern am Tag lassen sich die Prozente nicht 1 zu 1 übertragen. Die Richtung ist dieselbe, und sie gilt am stärksten in den ersten Sekunden.

Was eine Website langsam macht

Meist ist es das, was die Website selbst mitbringt, und nur selten der Hoster oder die Internetleitung. Eine mittlere Website ist heute gut 2 Megabyte gross, und das Handy muss das alles herunterladen.

  • Fotos in Kameragrösse, wo ein Bruchteil davon reichen würde. Oft der grösste Teil einer Seite.
  • Zusatzprogramme wie Plugins, Chat-Fenster, Schriften und Statistik-Werkzeuge, die alle vor dem ersten Bild drankommen wollen.
  • WordPress baut jede Seite erst zusammen, wenn jemand sie aufruft. Das dauert, bevor überhaupt etwas unterwegs ist.

Was wir selbst gemessen haben

Am Nachmittag des 30.10.2026 bekam die neue Startseite von cross-link.ch im Google-Test auf dem Handy 21 von 100 Punkten. Unsere eigene Website. Eine Animation lief im Hintergrund unentwegt weiter und hielt das Handy beschäftigt, dazu eine Schriftdatei, 4 Mal grösser als nötig. Am Abend waren es 83 bis 88 Punkte. Die Animation startet auf dem Handy jetzt erst, wenn man sie antippt, die Schrift ist geschrumpft, und die ganze Seite ist fast einen Viertel leichter.

Für MDM Watches haben wir im Sommer 2025 die Startseite neu gebaut, mit neuer Technik vorne und WordPress nur noch im Hintergrund. Sie erreicht 100 von 100 Punkten, wir haben damals darüber geschrieben.

Und am 21.10.2026, als eine Sicherheitslücke viele Schweizer Websites vom Netz nahm, gab es bei Websites aus fertigen Dateien nichts zu flicken. Das hat mit Ladezeit nur am Rand zu tun, kommt aber aus derselben Bauweise.

Die Zahl im Fuss dieser Seite

Unten auf jeder Seite von cross-link.ch steht, nach wie vielen Sekunden die Seite bei Ihnen war. Die Zahl misst Ihr eigener Browser, auf Ihrem Gerät und in Ihrem Netz, gleich wie Google, bis Titelbild oder Überschrift stehen. Die 4,7 daneben ist die mittlere Website aus der Messung oben, erhoben mit dem gedrosselten Test-Handy. Ihr Netz ist vermutlich schneller als das im Test, insofern ist der Vergleich nicht ganz fair gegenüber den anderen. Dafür ist Ihre Zahl echt und keine Schätzung.

Was Sie jetzt tun können

  1. Selbst messen Auf pagespeed.web.dev die Adresse Ihrer Website eingeben und oben «Mobil» wählen. Die Zeile mit dem langen Namen «Largest Contentful Paint» ist die Zeit, bis man etwas sieht. Unter 2,5 Sekunden passt.
  2. Fotos verkleinern Bevor ein Foto auf die Website kommt, die Grösse anpassen. 1600 Pixel Breite reichen fast immer. Das bringt bei den meisten Websites am meisten.
  3. Plugins zählen Jedes Plugin, das etwas auf der Seite anzeigt, lädt mit. Was seit einem Jahr niemand braucht, kann weg.
  4. Echte Besucher anschauen Googles kostenloses Werkzeug für Website-Betreiber, die Search Console, zeigt unter «Core Web Vitals», wie Ihre Website bei echten Besuchern abschneidet. Das ist die Zahl, die Google für die Suche nimmt.

Wie wir heute bauen

Neue Websites bauen wir ohne WordPress. Die Seiten liegen fertig auf dem Server, der Browser bekommt sie direkt, ohne dass ein Programm sie zuerst zusammensetzt. Dadurch sind sie schnell, ohne dass wir viel dafür tun müssen, und es gibt keine Plugins und keine Technik dahinter, die jemand aktuell halten muss. Bestehende WordPress-Seiten bauen wir auf dieselbe Art nach, 1 zu 1, ab CHF 500.

Quellen

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